




Hallo Freunde :)
Ich sitze grade mal wieder im Zug, wie so oft in den letzten 3 Wochen.
Überteuerte Preise. Lange Wartezeiten. Langeweile. Aber auch ein Ort
der Erholung… Man muss nichts tun. Einfach da sitzen und warten. Zeit
mit sich selbst verbringen. Der Mann neben mir blockiert den gesamten
4er sitz für sich alleine. Ganz schön unhöflich. Die Mädels hinter mir
kichern unglaublich laut. Viele Lesen. Andere Spielen auf ihrem Handy
rum. Relativ normale Situation. Und was mach ich? Meistens auf den
Zugfahrten darüber nachdenken, wen ich grade getroffen habe. Wie es der
Person ging und was sie mir alles so berichtet hat. Eigentlich eine
schöne Aktivität. Ich treffe oft so viele Leute, dass es manchmal schwer
ist alles was man gehört und erlebt hat auch verarbeiten zu können.
Dafür sind Zugfahrten echt gut :)
Diesmal allerdings dachte ich mir
ich schreibe mal aus einer 'normalen' Situation im Zug heraus einen
Blogeintrag an euch lieben
Viele Begegnungen der letzten 3
Wochen hängen mir echt unglaublich in der Seele. Da sind Momente dabei
wo ich nicht anders kann als mitzuweinen… wenn Menschen mir erzählen,
dass sie niemanden mehr haben, weil alle sich gegen sie wenden. Menschen
die Vereinsamen, weil der Ehepartner viel zu früh gestorben ist.
Menschen die keine Perspektive für ihr leben haben, Arbeitslos,
Depressiv, Körperlich kaputt… Menschen deren Situation sie langsam aber
sicher auffrisst. Da kann ich eigentlich oft nur sprachlos daneben
sitzen oder manchmal leise noch sagen: Gib nicht auf… Es wird auch
wieder besser… Es kommen auch wieder gute Tage… Gib die Hoffnung nicht
auf. …
Dann gibt es Menschen, die ich treffe die begeistert sind.
Von ihrem Beruf. Von ihren Kindern. Von Gott.Von ihrer Ehefrau. Von dem
neuen Freund. Von ihrem neuen Handy. Von Blumen. Von Tieren. Von Musik.
Von ihrem neuen Beruf. Die mir zeigen, dass es auch die andere Seite vom
Leben gibt.
Ich habe zB 2 Mitarbeiter in Jugendeinrichtungen
kennengelernt in 2 verschiedenen Städten. Der eine war total am Boden…
wurde beleidigt auf der Arbeit war niedergeschlagen, wollte aber die
Hoffnung noch nicht aufgeben. Der Andere war unglaublich begeistert von
seinem Beruf und konnte sich nichts besseres vorstellen. So kann es
manchmal laufen… gleicher Beruf. Der eine Glücklich, der andere
Unglücklich.
Ich war in dieser Zeit in Discotheken,
Restaurants, Spielekneipen, In Kirchen, Kapellen, Odachlosentreffs,
Häusern der Stille, an Flüssen, Seen, habe in gemütlichen Betten, auf
Couches in Gemeinderäumen oder auch Luftmatratzen in Einzimmerwohnungen
geschlafen und oft viel zu gutes Essen gehabt:)
Es sind
ehrlichgesagt oft die kleinen Begegnungen, die Begegnungen die manchmal
nur ein Abendessen, ein-zwei Bier oder eine Zugfahrt dauern, die
Nachwirken. Die mich nicht mehr loslassen
Noch 4 Wochen bis ich
nach Paraguay ziehe und ich werde euch Menschen hier in Deutschland
echt vermissen:) (und tue dies auch jetzt schon… ) Ich genieße wirklich
jeden Moment den ich mit euch hatte und den ich mit euch noch haben
werde.
Aber ich freue mich auch schon auf Paraguay … Eine Große
Herausforderung, aber die Menschen dort sind bestimmt genauso toll wie
hier in Deutschland(wenn nicht sogar noch toller:) Ich in gespannt auf
die kleinen Begegnungen mit den Menschen dort:)
Ganz liebe Grüße und auf ein baldiges Wiedersehen: ihr lieben. Schön dass es dich gibt:)
9.2. 15:00Uhr Predigt in der ev.Kirche in Altendorf Ulfkotte.
10.2. 10:00Uhr Predigt in der Johanneskirche Dorsten.
11.-13.2 Aufenthalt in Wölmersen
13.2. 18:30Uhr Vorstellung meiner Arbeiter in Paraguay im Rahmen des Mitarbeitertreffens der Johanneskirche
14.-16.2. Aufenthalt in Wölmersen
16.2 Missionale in Köln
23.2 Ungefährer Ausreise Termin nach Paraguay
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